Der Terminus »Adhärenz der Information« oder »Informationsadhärenz« bezeichnet die existenzielle Dependenz der Information an ein (physikalisches) Medium.

Der Ausdruck »Adhärenz der Information« oder »Informationsadhärenz« bezeichnet die axiomatische Aussage, dass die Existenz von Information stets auf die Bindung an ein (physikalisches) Medium angewiesen ist, Information also gleichsam nur innerhalb eines medialen Gefäßes existiert. Information vermag nur in einem Medium zu existieren. Information ist somit grundsätzlich nicht autark existenzfähig.

Ethymologie: Die Termini »Adhärenz der Information« oder »Informationsadhärenz« wurden als Teil des »Digital Era Framework« geprägt.

Hintergrund: Auch innerhalb der Infosphäre ist Information auf das Medium angewiesen, existiert gleichsam nur innerhalb eines medialen Gefäßes. Information ist an ein Medium gebunden und somit grundsätzlich nicht existenziell autark. Diese existenzielle Dependenz sei als »Adhärenz der Information« bezeichnet.
Aus der »Adhärenz der Information« folgt, dass Information, die Teil der Infosphäre ist, stets zugleich einem Element der Entisphäre oder der Kognisphäre anhaftet und in dieser Hinsicht auch Teil dieser Sphäre ist. Dadurch entsteht ein Abgrenzungsproblem zwischen Entisphäre und Infosphäre. Dieses wird dadurch aufgelöst, dass die Elemente denen die Information anhaftet in ihrer Funktion als Medien betrachtet werden. In einer solchen funktionalen Betrachtung tritt ihre Bedeutung als physisches Objekt hinter jener der Informationsträger zurück.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.