»Analoge Medien« sind definiert als Informationsträger, deren Universum darstellbarer Zeichen unbegrenzt ist, weshalb die zugrunde gelegte Abbildungsvorschrift einen stetigen Verlauf annehmen kann, in dem Sinn, dass eine eineindeutige Zuordnung eines jeden Elementes einer Urbildmenge zu einem Element der Bildmenge möglich ist. Dies ist insbesondere gegeben bei analogen Medien, die auf einem Signal mit kontinuierlichem und unterbrechungsfreiem Verlauf beruhen.

Beispiele für analoge Medien sind die Schriftmedien (Schilder, Briefe, Schriftstücke, Flugblätter, Verkehrsschilder), Druckmedien (Buch, Zeitung, Zeitschrift, Plakate), Rundfunk (Radio, Fernsehen), Telegraph, Telex, Telefon, Telefax, Schallplatte, Audiocassette, Film, Fotographie, Röntgenaufnahme, Video, Zeichnungen und Gemälde.

Ansatzpunkt der Definition des Begriffs der analogen Medien ist die Art der durch den Informationsträger ermöglichten Enkodierung von Information. Die Definition des Begriffs der analogen Medien erfolgt dabei in direkter Abgrenzung zu dem der digitalen Medien. Tatsächlich hat überhaupt erst das Aufkommen digitaler Medien eine entsprechende Differenzierung erforderlich gemacht und damit den Begriff der analogen Medien entstehen lassen. Beide stehen sich als Antonyme gegenüber.

Die Definition des Begriffs der analogen Medien und die damit verbundene Abgrenzung von den digitalen Medien bildet zudem die Grundlage für die Differenzierung von mehreren Formen der Manifestation von Information. Die Gesamtheit, der in Medien gefassten Information wird als Infosphäre bezeichnet. Diese lässt sich entsprechend weiter untergliedern: Die Gesamtheit der in analogen Medien gefassten Information bildet die analoge Infosphäre. Ihr gegenüber steht die digitale Infosphäre, welche die Gesamtheit der Information in digitalen Medien umfasst. Der Gliederung des Digital Era Framework folgend, ist die Infosphäre weiterhin abzugrenzen von der Kognisphäre und der Entisphäre, in denen sich Information jenseits von Medien manifestiert.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.