Dem Terminus »Digitale Bildung« kommen mehrere Bedeutungen zu.

Im allgemeinen Sinn wird unter dem Begriff »Digitale Bildung« die »Bildung« im digitalen Zeitalter verstanden, wobei auf alle Bedeutungsnuancen des Bildungsbegriffes rekurriert wird.

In einem umfassenden Verständnis bezeichnet »Digitale Bildung« die Formung eines Menschen, im Sinne einer umfassenden und ganzheitlichen geistigen, physischen, sozialen und kulturellen Entwicklung zu einer reflektierten Persönlichkeit, die sich allen Facetten ihres Seins als Mensch in einer digitalen Welt bewusst ist und daraus begründete Schlussfolgerungen für die Gestaltung ihres Lebens im digitalen Zeitalter zu ziehen vermag.

Vielfach herrscht im gegenwärtigen Sprachgebrauch ein deutlich engeres Verständnis des Begriffs der »Digitalen Bildung« vor. Dabei wir der Ausdruck »Digitale Bildung« in materieller Hinsicht verwendet, um die Gesamtheit des Wissens, der Fähigkeiten und der Fertigkeiten im Hinblick auf digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Implikationen ihrer Verbreitung zu bezeichnen. Mit dem Ausdruck »Digitale Bildung« in diesem Begriffsverständnis wird sowohl auf den Prozess der Kompetenzvermittlung als auch den dadurch erreichten Zustand Bezug genommen.

Daneben wird der Terminus »Digitale Bildung« auch in einem instrumentellen Sinn gebraucht. Der Ausdruck »Digitale Bildung« im instrumentellen Sinn bezeichnet einen Prozess der Bildung, der durch den Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt, ermöglicht oder geprägt ist.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.