»Digitale Disruption« im allgemeinen Sinn bezeichnet eine in der Entwicklung und Verbreitung digitaler Technologien wurzelnde, durch exogene Faktoren verursachte, grundlegende Veränderung eines bestimmten Funktionsgefüges, die in ihrer Tragweite einer Ablösung des bestehenden Funktionsgefüges durch ein Neues gleichkommt. »Digitale Disruption« ist also die durch die Entwicklung und Verbreitung digitaler Technologien hervorgerufene Disruption.

Insbesondere im ökonomischen Kontext hat der Begriff »Digitale Disruption« weite Verbreitung gefunden. Im Fachjargon bezeichnet der Ausdruck »Digitale Disruption« insbesondere die durch eine digitale Innovation ausgelöste Neukonfiguration des Funktionsgefüges eines Marktes. Die Innovation kann grundsätzlich technischer, sozialer, ökonomischer, struktureller, organisatorischer Natur sein, wobei durch das Attribut »digital« betont wird, dass sie auf der Entwicklung und Verbreitung digitaler Technologien beruht. Üblicherweise liegt eine technische Innovation zu Grunde, welcher ein disruptives Potential innewohnt, insofern als sie es ermöglicht, als Grundlage für neue Formen der Interaktion, Transaktion, Kommunikation, Applikation oder Nutzengenerierung zu dienen. Aus diesen bildet sich eine neue Struktur der Wertschöpfung. Es entstehen neue Wertschöpfungsnetze.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.