»Digitaler Anstand« bezeichnet hinsichtlich des Handelns im Kontext digitaler Technologien den an menschliches Verhalten in ethischer und sittlicher Hinsicht anzulegenden Maßstab, der auf einem in einer sozialen Gruppe oder Gesellschaft vorherrschenden Konsens beruht und an dem sich daher Erwartung und Bewertung im sozialen Umgang ausrichten.

Das Konzept des »Digitalen Anstands« knüpft an dem allgemeinen Begriff des »Anstands« an.

Das Konzept des »Digitalen Anstands« beruht auf der These, dass sich in einer sozialen Gruppe oder Gesellschaft ein Konsens herausbildet, bezüglich des an menschliches Verhalten in ethischer und sittlicher Hinsicht anzulegenden Maßstabes, an dem sich dann die Erwartung und Bewertung im sozialen Umgang ausrichtet. Hinsichtlich des Handelns, welches im Zusammenhang mit digitalen Technologien steht, wird eben dieser Maßstab als »Digitaler Anstand« bezeichnet.

Als englisches Synonym für »Digitaler Anstand« wird der Terminus »Digital Decency« gebraucht. Ein weiteres Synonym ist »Digitales Dekorum«. Etwas enger gefasst sind die Ausdrücke »Digitale Etikette« und »Netiquette«.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.