»Digitalisierungsberatung« ist die auf Wissen und Analyse beruhende Erklärung von Tatsachen, inklusive der bewertenden Darstellung von Handlungsalternativen und der daraus folgenden Empfehlungen bezüglich der grundlegenden Veränderung, welche aufgrund der Verbreitung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien eintritt.

Das Spektrum der Beratungsinhalte, die unter dem Begriff »Digitalisierungsberatung« subsummiert werden, ist weit. Im Zentrum steht die Beratung zu strategischen Fragen der Digitalisierung, insbesondere die Entwicklung von Digitalisierungsstrategien. Mit der Digitalisierung geht ein umfassender Wandel einher, der sämtliche Bereiche von Unternehmen, Institutionen und Gemeinwesen betrifft. Entsprechend sind in allen Bereichen Veränderungen vorzunehmen. Daher werden unter dem Begriff Beratungsdienstleistungen für alle Funktionsbereiche, Branchen und Managementebenen angeboten. Sie können sich an die Ebene des normativen, strategischen, taktischen und operativen Managements wenden. So werden selbst einzelne Dienstleistungen auf der technischen Ebene, wie beispielsweise die Einführung neuer Software, bisweilen unter dem Begriff angepriesen.

Adressaten der Beratung sind üblicherweise die Entscheidungsträger von Unternehmen, Institutionen und Gemeinwesen. Die Beratung zu strategischen Fragen der Digitalisierung richtet sich in der Regel zunächst an die Leitungsgremien, wie den Vorstand, die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat. Beratungen zu den Aspekten der technischen, organisatorischen und Umsetzung richten sich gewöhnlich unmittelbar an die zuständigen Organisationseinheiten.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.