»Gestaltungswille« ist die innere Bereitschaft und Absicht durch aktives Tun prägenden Einfluß auszuüben und dabei eigene Vorstellungen zu realisieren.

Der »Gestaltungswille« ist ein innerer Zustand eines Menschen. Es sei davon ausgegangen, dass vier Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich »Gestaltungswille« entfalten kann. Erstens die innere Auseinandersetzung mit einem Sachverhalt, Geschehen, Gegenstand oder System und dessen Ausformung oder Veränderung. Zweitens bedarf es eines eigenen Konzeptes bezüglich des angestrebten Zielzustandes. Drittens ist die innere Bereitschaft und Absicht erforderlich, zur Umsetzung dieses Konzeptes aktives Tun zu entwickeln. Viertens ist der Impetus der Prägung notwendig, also dass der ausgeübte Einfluß darauf gerichtet wird, den Sachverhalt, das Geschehen, den Gegenstand oder das System nach den eigenen Vorstellungen zu formen.
»Gestaltungswille« wird weithin als persönliche Voraussetzung der Übernahme von Leitungsfunktionen und Führungspositionen in Wirtschaft und Politik angesehen.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.