Der Terminus »Inhärenz der Information« oder »Informationsinhärenz« bezeichnet das mit der Existenz einer Entität notwendigerweise einhergehende Bestehen von einer sie charakterisierenden Information.

Der Ausdruck »Inhärenz der Information« oder »Informationsinhärenz« bezeichnet die axiomatische Aussage, dass nichts eine (stoffliche) Existenz annehmen kann, ohne dass eben dieser auch Information innewohnen würde. Die Existenz einer Entität geht notwendigerweise mit dem Vorliegen von einer sie charakterisierenden Information einher. Jeder Entität wohnt unmittelbar Information inne.

Wird auf die einer Entität innewohnende Information abgehoben, so kann die Entität als Medium betrachtet werden, dessen Zweck in der Informationsträgerschaft besteht. Bei solcher Betrachtung könnte eine Zurechnung zur Infosphäre erfolgen. Die Untrennbarkeit von Informationen und Existenz vieler Gegenstände führt also dazu, dass alle diese Gegenstände zugleich Teil der Infosphäre und der Entisphäre sein können. Dadurch entsteht ein Abgrenzungsproblem zwischen Entisphäre und Infosphäre. Dieses wird dadurch aufgelöst, dass zur Infosphäre nur Elemente gezählt werden, die eine Funktion als Medium ausüben insofern in ihnen durch Abstraktion encodierte Information gefasst ist.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.