»Wertschöpfung« ist die gezielte Schaffung von »Wert«. »Wertschöpfung« ist mithin die Schaffung von Erzeugnissen, denen eine Qualität innewohnt, die Begehrenswürdigkeit konstituiert.

»Wertschöpfung« im weitesten Sinn ist jede Handlung, die geeignet ist, zur Deckung des menschlichen Bedarfs unter den Bedingungen bestehender Knappheit beizutragen.

»Wertschöpfung« ist die Handlung zur Schaffung eines Erzeugnisses, das geeignet ist, zur Deckung des menschlichen Bedarfs unter den Bedingungen bestehender Knappheit beizutragen.

Die konzeptionelle Grundlage der Art und Weise in der sich die »Wertschöpfung« vollzieht wird als »Wertschöpfungslogik« bezeichnet. Sie wird durch eine bestimmte »Wertschöpfungsarchitektur« konkretisiert. Diese ist von besonderer Bedeutung, wenn sich die »Wertschöpfung« als Resultat eines Zusammenwirkens mehrerer Akteure vollzieht. Solche kooperative »Wertschöpfung« kann in verschiedenen Formen erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit findet in der Betriebswirtschaftslehre das Konzept der »Wertschöpfungskette«. Der Wert entsteht dabei als Resultat eines Zusammenwirkens mehrerer Akteure in einer sequentiellen Abfolge einzelner Handlungen. Diese werden als Wertschöpfungsstufen bezeichnet.

Digitalisierung und Digitale Transformation ziehen die Etablierung hochgradig vernetzter Strukturen nach sich, in denen sich zunehmend die »Wertschöpfung« vollzieht. Diese neunen Strukturen werden als »Wertschöpfungsnetz« oder »Wertschöpfungsgeflecht« bezeichnet. Als Oberbegriff findet das Wort »Wertschöpfungsgefüge« Verwendung. Im zu beobachtenden Wandel der »Wertschöpfungslogik« manifestiert sich das disruptive Potential der Digitalisierung. Das Redesign der »Wertschöpfungsarchitektur« ist dabei eine direkte Konsequenz der »Digitalen Disruption«. In der so gearteten Veränderung der »Wertschöpfungsstrukturen« sind neue Möglichkeiten angelegt, »Digitale Chancen« für technische und organisatorische Innovation aus denen neue Produkte und Dienstleistungen hervorgehen können.

Der Digitalen Wandel führt zudem dazu, dass die Wert generierenden Handlungen unter Verwendung neuer Technologien durchgeführt werden. Die so erzielte »Wertschöpfung« wird als »Elektronische Wertschöpfung« oder »Digitale Wertschöpfung« bezeichnet.

Aus strategischer Perspektive gehört es zu den zentralen Herausforderungen des Management ein Geschäftsmodell zu definieren, gemäß dem sich das Unternehmen derart in das Wertschöpfungsgefüge einfügen kann, dass die Kernkompetenzen des Unternehmens so zur Geltung gebracht werden können, dass das Unternehmen auf einzigartige Weise einen unverzichtbaren Beitrag zu der kooperativen Wertschöpfung zu leisten vermag.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.