Eine »Wertschöpfungskonzeption« im weiten Sinn ist eine »Konzeption« der »Wertschöpfung«, also ein umfassender und detaillierter geistiger Entwurf, der einem System zur gezielte Schaffung von »Wert« zugrunde liegt.

Eine »Wertschöpfungskonzeption« ist also ein umfassender und detaillierter geistiger Entwurf, welcher der Struktur und Funktionslogik eines Systems zugrunde liegt, das darauf ausgerichtet ist, durch gezieltes Handeln etwas hervorzubringen, das dazu geeignet ist, zur Deckung des menschlichen Bedarfs unter den Bedingungen bestehender Knappheit beizutragen.

Eine »Wertschöpfungskonzeption« umfasst alle wesentlichen Elemente, die den Gegenstand des Entwurfes ausmachen. Teile einer umfassenden »Wertschöpfungskonzeption« sind insbesondere die Darlegung des Begründungszusammenhangs, die Verortung in dem relevanten Kontext, die Offenlegung der angestrebten Ziele, die Darstellung des Vorgehens zur Umsetzung in Form von Strategien oder Maßnahmenplänen, die Angabe der erforderlichen Mittel und Ressourcen, die Beurteilung der Vorzüge und Limitationen sowie eine Abwägung von Chancen und Risiken.

Die Begriffe »Wertschöpfungskonzeption« und »Wertschöpfungsarchitektur« sind eng miteinander verwandt. Mit ersterem wird jedoch explizit ein umfassender und detaillierter geistiger Entwurf bezeichnet während letzterer auf die genaue Festlegung der Strukturen eines Systems zur Wertschöpfung abhebt.

Zitierhinweis

Die vorstehende Definition wurde im Rahmen des Digital Era Framework von Dr. Dr. Jörn Lengsfeld vorgeschlagen. Die Erstveröffentlichung des Textes erfolgte in: Jörn Lengsfeld: Digital Era Framework. Ein Bezugsrahmen für das digitale Informationszeitalter. Bitte verweisen Sie auf die Originalpublikation, falls Sie den Text zitieren.